Browser aus Metall

ironbrowseGoogle hat letztes Jahr mit dem Auftritt seines Browser’s Chrome für viel Aufsehen gesorgt. Dabei hat die Neuentwicklung stark polarisiert. Während einige vom schlanken und unkomplizierten Auftritt der Software begeistert waren, haben Viele die starken Tendenzen zum „Nach-Hause-Telefonieren“ von Chrome bemängelt. Zu Offensichtlich war die Absicht von Google mit Hilfe von Chrome die ohnehin schon gigantischen User-Datenbanken des Konzerns mit Suchgewohnheiten und Profilen weiter und effizienter zu versorgen.

Tatsächlich beinhaltet Chrome zumindest 8 Dienste die eindeutig andere Aufgaben haben als seine Funktionalität als Browser zu unterstützen. Einige der Funktionen wie zum Beispiel Timestamp (Chrome merkt sich genau, wann die Software installiert wurde) haben bei kommerzieller Software durchaus Ihren Sinn – so kann der Testzeitraum von Trial- oder Shareware-Versionen bestimmt werden. Bei Software die so wie Chrome auf freien Sourcecode basiert ist die Notwendigkeit solcher und ähnlicher Dienste zumindest fraglich und für den konkreten Betrieb eindeutig überflüssig.

Das haben sich auch die Programmierer von SRWare gedacht und mit Hilfe der Freien Architektur von Chromium (der Sourcecode auf den Chrome basiert) den Browser Iron geschaffen. Dabei ist eine „portable“ Software mit allen von Chrome bekannten Vorzügen entstanden, die aber die 8 fraglichen Dienste nicht enthält. Der Browser hat einen schlanken Code und ist entsprechend schnell. Dass dabei keinerlei Schnüffel-Funktionen im Spiel sind kann man mit dafür geeigneter Software auch testen. So z.B.: mit Wireshark von networklab.

6 Antworten zu “Browser aus Metall”

  1. Gerhard

    Hallo miteinander,
    Kaum ist ein großes Unternehemen, mit unbestritten guten guten Lösungen. obenauf versuchen sie es bei uns. Sie werden unverschämt und gehen daran ihre Position auszunutzen – verbreiten ungeniert Schnüffeldienste und tun Dinge die sie nicht vorgeben zu tun. Wenn mann eine Software zur Aufzeichnung von Userverhalten verbreiten will, dann soll man das auch so sagen und nicht als innovativen Browser tarnen. Das macht unsympatisch ruiniert das Image. So gesehen könnte man Chrome auch als Schnüffel-Software mit dem Zusatznutzen eines Browsers auffassen. Oder was jetzt?
    gruß
    Gerhard

  2. hi,
    ich denke chrome hat einfach die neider auf den plan gerufen. google braucht keinen browser um etwaiges userverhalten auszuspionieren, da haben sie andere möglichkeiten, die sie vermutlich auch einsezten ( wen stört das ? ). ich habe chrome getestet – funkt gut, ist schnell.
    lg
    erich

  3. Gerhard

    @erich
    … sowohl Mut als auch Naivität kann man halt nicht kaufen. Keine Frage das Chrome ganz gut läuft – aber muß ich mich deswegen freiwillig einem Total-Scan unterziehen. Stichwort Datenschutz. Das einfache Sammeln ist ja nicht Sache, aber wöfur die Daten dann verwendet oder oder auch mißbraucht werden können ist der heikle Punkt.
    lg
    gerhard

  4. Bin auch der Meinung, dass es den Chrom-Browser nicht gebraucht hätte, wenn es nur um die reinen personenbezogenen Daten gegangen wäre. Hier ging vermutlich darum, sich in einem weiteren Geschäftsbereich zu etablieren und natürlich auch um das Klickverhalten der Nutzer auch außerhalb der Google-Suche weiterverfolgen zu können.

  5. > Wenn mann eine Software zur Aufzeichnung von Userverhalten
    > verbreiten will, dann soll man das auch so sagen und nicht als
    > innovativen Browser tarnen.

    Aber das würde sich dann ja keiner installieren! 😉

  6. Michael

    Ich nutze Google Chrome und bin sehr zufrieden mit dem Browser.