Verkauf von BasicThinking.de – die Risiken

Mehr oder weniger doch überraschend wird der wohl bekannteste deutschsprachige Blog Basicthinking.de per Ebay heute im Verlauf des Tages zum Verkauf freigegeben. Fans von Robert Basic müssen laut Eigenaussagen aber nicht verzweifeln, schliesslich sei bereits ein neues Projekt in Planung. Was nur überrascht, ist, obwohl Robert Basic zu den A-Bloggern (dt.: bekanntesten Bloggern) im deutschsprachigen Raum gehört, dass die Seiten kaum nennenswerten Profit abwerfen.

Viel Traffic, wenig Kohle

Klar könnte manch einer einwerfen, 37.000,- Euro Werbeeinnahmen im Jahr seien durchaus ausreichend, wenn man aber mal die Steuern etc. wegrechnet, ist dies für einen ausgewachsenen Full-time-Job doch recht mager.

Meiner Meinung nach müsste mit diesem Traffic und dieser Bekanntheit locker das Doppelte, wenn nicht Dreifache damit zu verdienen sein.

Vorausgesetzt, man kümmert sich darum.

Erinnert mich irgendwie an meinen geliebten Bruder:
Ein Genie, was die Auswahl der Themen bzw. die Begeisterungsfähigkeit und Anziehungsfähigkeit der Massen betrifft, aber leider quasi ein geistiges Nackerpatzerl (ugs., scherzh.), was die Eigenvermarktung betrifft. 😉

Harte Zeiten für den Käufer

Es wird auf alle Fälle spannen, welchen Preis der Verkauf des Blogs mit sich bringt. Schon jetzt stehen die Möchte-gern A-Blogger in den Startlöchern und träumen vom leicht verdienten Geld.

Eines ist gewiß:
dem Käufer braucht man in keinster Weise neidig sein!

Warum?
Der Erfolgsfaktor des Blogs BasicThinking.de dürfte wohl das grösste Manko für einen zukünftige Erfolg sein. Nämlich Robert Basic selbst.

Der Erfolg des zum Verkauf stehenden Weblog basiert in erster Linie auf die unnachahmliche Schreibweise und dem trockenen Sarkasmus von Robert Basic, seiner hohen Postingfrequenz und seiner treuen Anhängerschaft. Alles Faktoren, welches dem Käufer wohl ein paar Schuhnummern zu groß sein dürfte.

Mann kann davon ausgehen, dass Basicthinking.de ohne Robert Basic so gut wie nichts wert ist. Sicherlich man wird geringen Zeitraum vom derzeit bestehenden Traffic zerren können, aber dann ist finito.

Ob der Käufer bis dahin seine Kosten eingespielt hat? Wäre spannend dies zu erfahren!

4 Antworten zu “Verkauf von BasicThinking.de – die Risiken”

  1. Peter Zendurer

    Sehe ich ähnlich, für den Käufer könnte dies ein harte Bewährungsprobe werden.

    BTW: was ist ein „geistiges Nackerpatzerl “
    Dürfte wohl ein ÖSI-Ausdruck sein 😉

  2. Hi Peter
    War zu befürchten, dass unsere deutschen Nachbarn mit diesem Ausdruck nichts anfangen können. 😉

    „Geistiges Nackerlpatzerl“ kannst du mit ahnungslos, unwissend, oä. gleichsetzen.

  3. Pingback: Vom Blogger zum Millionär? » Existxchange StartUp Blog

  4. Blade

    Das dürfte wohl eine Panikaktion von Herrn Basic sein, da der Blog finanziell so gut wie nichts abwirft.

    Für das, daß er zu den bekanntesten Bloggern Deutschlands gehört, ein sogenannter A-Blogger, von zahlreichen Medien immer wieder aufgegriffen und zitiert wird, ist der Umsatz von 37000 Euro/Jahr geradezu lachhaft. Da verdient sogar ein Legastheniker Journalist fast mehr im Jahr.

    Nichts für ungut, ist nicht böse gemeint, sind nur so meine ersten Gedanken.

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