Das Mysterium RSS

feed-icon RSS Feed Reader, egal ob online oder offline Variante, sind schon eine praktische Technologie. Mit dem RSS-Reader lassen sich zeitsparend mehrere hundert Webseiten auf neue Artikeln kontrollieren, ohne diese extra einzeln besuchen zu müssen. Doch wie müssen RSS-Feeds vorliegen, wie setzt man den Reader am wirkungsvollsten ein, was muss man bei RSS beachten, wie steigere ich die Besucher durch Anbieten von Feeds und vor allem, löst RSS das Email-Marketing ab?

RSS-Feed

Was RSS-Feeds sind, mit welchen Programmen man diese lesen kann, und wie man RSS-Feeds abonniert, haben wir bereits ausführlich in unserem Artikel Wie lese ich RSS beschrieben.

RSS-Feeds – ganz oder nur auszugsweise

Dies ist einer der grossen Streitpunkte unter den Webmastern. Die einen vertreten die These, dass es vollkommen ausreicht, den RSS-Feed nur auszugsweise wiederzugeben, und der Abonnent kann bei Interesse den vollständigen Artikel dann auf den Webseiten fertig lesen, die anderen bestehen auf einen vollständigen Feed.

In meinen Augen sind vollständige Feeds aus mehreren Gründen nicht vorteilhaft, darum favorisieren wir die auszugsweisen RSS-Feeds.

Gründe für auszugsweise Feeds

  • der Webmaster investiert Zeit und Geld für Layout und Artikeln
  • der Webmaster will noch andere Themen anbieten
  • erleichtern das Selektieren von wichtigen und uninteressanten Artikeln
  • vollständige Feeds halten den Leser vom Besuch der Webseiten ab
  • vollständige Feeds erleichtern Contentklau

Ich weiss, für einige wenige sind vollständige Feeds sogar sinnvoll, speziell wenn man nicht dauernd online sein kann.

Besucher steigern mit RSS-Feeds

Dies funktioniert in erster Linie nur, wenn (1) interessante Artikeln vorhanden sind und (2) nur auszugsweise Feeds angeboten werden. Ist der Teaser interessant und verspricht brauchbare Informationen, kann mit einem Besucher auf der Webseite gerechnet werden.

Ein Phänomen ist, dass ein Teil der RSS-Leser eine RSS-Quelle nach der anderen anzapfen, ohne sich jemals andere Themen der Webseiten anzusehen. Diesen reicht anscheinend die letzten 10-20 Artikeln einer Webseite, um gleich darauf zur nächsten RSS-Quelle zu ziehen. Wer hier vollständige RSS-Feeds anbietet, hat selten die Chance, demjenigen andere seiner publizierten Themen schmackhaft zu machen.

Löst RSS-Marketing Email-Marketing ab?

Es wird zwar vielerorts auch von sogenannten „Marketing-Experten“ behauptet, doch das ist für die nächsten ein, zwei Jahre sicherlich noch der absolute Blödsinn. Der Grund dazu ist relativ simple.

RSS-Marketing hat mit Email-Marketing nichts gemeinsam.

Da werden wieder einmal Äpfel mit Birnen verglichen. RSS steht mit Email/Newsletter weder in Verbindung noch in Konkurrenz. Vielmehr wird es eher so sein, dass zukünftig vermehrt Emails gemeinsam mit RSS kombiniert wird. Der Konsument wird so auf zwei unterschiedlichen Wegen kontaktiert, und die Chance erhöht sich, dass die Message ankommt.

Geschickte Marketing-Profis werden beide Methoden so einsetzen, dass sich diese ergänzen. Den Newsletter für die persönliche Ansprache, für das persönliche Angebot, etc. und die RSS-Feeds, um den Kunden zu informieren, das ein persönlicher Newsletter für ihn vorliegt, und wo er den, für ihn bestimmten Newsletter, im Falle dass die Email im Spamfilter hängenblieb, abholen kann.

Technisch ist dies bereits machbar.

Viral Marketing mit RSS

Viral Marketing ist eine Art Werbeform, welche sich wie ein Virus verbreitet, ohne dafür klassische Werbeträger zu benutzen. Man kennt Viral Marketing auch unter den Namen Mund-zu-Mund Propaganda. Was nun das RSS-Format damit zu tun hat, kann man unter RSS – Viral Marketing nachlesen.

Eine Antwort zu “Das Mysterium RSS”

  1. Pingback: Mastblau RSS Feeds richtig einsetzen

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